Arbeiten auf der Balkanroute: Die Konfrontation mit den Folgen der EU Grenzpolitik

Text für das Antifa-Camp am 19. August 2018: Der heutige Vortrag wird von jemand anderem gemacht als vorgesehen, da ich im Moment wieder an der bosnisch-kroatischen Grenze aktiv bin. Ich schreibe das, weil ich mich für eine persönliche Erzählung entschieden habe.

Weiterlesen „Arbeiten auf der Balkanroute: Die Konfrontation mit den Folgen der EU Grenzpolitik“

Demut

Nun sind es schon einige Tage, die ich zurück bin aus Lesbos und noch immer sind die Bilder in meinem Kopf so präsent als sei es gestern gewesen. Mein erster Aufenthalt auf Lesbos hat mich nachhaltig geprägt. Ich bin sehr froh, dort gewesen zu sein und dass ich die Chance hatte mir die Situation mit eigenen Augen anzusehen. Es mag pathetisch klingen, wenn ich sage dass sich mein Blick auf die Menschen verändert hat aber so ist es. Ich glaube am schlimmsten für mich ist zu verstehen, wie manche Menschen anderen Menschen gewisse Dinge antun können. Ich verstehe es bis jetzt nicht, aber ich bin ein Stück weit aufgewacht aus meiner heilen Welt. Das bedeutet längst nicht, dass ich nun in jedem etwas Schlechtes vermute, sondern ich sehe klarer. Weiterlesen „Demut“

„Die Zustände in Moria sind für mich beschämend.“

Steffen ist zum ersten Mal für Cars Of Hope im Einsatz und hat nun seine Familie und Freunde um Hilfe gebeten. Dafür hat er einen Text verfasst, der unsere Arbeit und die Lage auf Lesbos und speziell in Moria so gut beschreibt, dass wir ihn nun auch hier veröffentlichen wollen.

Weiterlesen „„Die Zustände in Moria sind für mich beschämend.““

Cars Of Hope aktiv auf #Lesbos und in #Wuppertal

Am Sonntag, den 4.3.2018 haben wir uns bei Kathi zu Hause getroffen. Es gab hervorragendes, syrisches Essen und eine Menge Gesprächsstoff.

Viele der Anwesenden sind im April für Cars Of Hope auf Lesbos aktiv. Da wir eine selbstorganisierte Struktur sind, müssen wir alles selbst planen und organisieren. Das bedeutet, wir müssen Flüge vergleichen und buchen, uns eine Unterkunft suchen, Kontakte mit Gruppen und Einzelpersonen vor Ort aufbauen, einen Plan für unsere Arbeit vor Ort erstellen und natürlich, am wichtigsten, besprechen, wie wir die Finanzierung dieses Einsatzes geregelt bekommen.

Zusätzlich gab es einige Fragen zu beantworten, da dieser Einsatz für manche von uns der erste sein wird. Wir arbeiten grundsätzlich nach dem Prinzip, dass jeder nur das tun muss, was er auch tun möchte. So versuchen wir die Arbeit möglichst gerecht aufzuteilen und sorgen gleichzeitig dafür, dass in jedem Bereich nur derjenige tätig ist, der etwas davon versteht oder Interesse hat dazu zu lernen.

Wir besprachen auch die Vorstellungsvideos, die wir jetzt im Zuge der Crowdfunding Kampagne “Ostern hinter Stacheldraht” veröffentlichen wollen.

Auf unserem YouTube Account findet ihr bereits die ersten zwei Videos, in denen sich Kathi und Phil vorstellen und erzählen, was Cars Of Hope für sie ist und warum sie dabei sind.

https://www.youtube.com/channel/UC4k1IwP5M0OpRpx1pW1Q6xQ

Wir wollen auf Lesbos an unsere Arbeit im Dezember und Januar anknüpfen, aber diese natürlich ausbauen. Die Idee eine Art Übersichtsmappe für Lesbos zu erstellen fand bei vielen Anwesenden großen Anklang. Sie soll Menschen, die sich auf Lesbos engagieren wollen, eine Hilfestellung sein. Wir wollen Vereine, Organisationen, Anlaufstellen und wichtige Plätze dort verzeichnen, ebenso wie grundsätzliche Informationen über die Situation auf Lesbos und Informationen zum Asylgesetz.

Einige der Anwesenden äußerten den Wunsch mehr für die Kinder in Moria zu tun. Es gab außerdem einige Kontakte, die genannt wurden, mit denen wir eine Zusammenarbeit anstreben. Wir wollen in den noch verbleibenden Wochen versuchen einen möglichst detaillierten Plan ausarbeiten, um unsere Ressourcen zu schonen. Dennoch sind wir uns darüber im Klaren, dass die Situation vor Ort häufig Spontaneität und Flexibilität erfordert.

Unsere Handwerker möchten an einem Projekt mitwirken, welches Duschkabinen für Frauen in Moria installieren möchte. Da die sanitären Verhältnisse in dem Lager eine absolute Katastrophe sind, wurde auch diese Idee von allen Anwesenden positiv aufgefasst.

Wir erstellten eine zeitliche Übersicht, um herauszufinden, wie viele Leute wann vor Ort sind und wie groß die Unterkunft sein muss.

Außerdem kalkulierten wir die Kosten und fanden heraus, dass wir mindestens 6000 Euro brauchen.

Die Crowdfunding Kampagne “Ostern hinter Stacheldraht”, die verschiedenen Veranstaltungen in Wuppertal und das Spendenkonto des Vereins, welches wir hoffentlich noch in dieser Woche veröffentlichen können, sollen es für uns möglich machen diese Summe aufzubringen.

Ein Aktivist von Cars Of Hope wird bereits Mitte März für einige Tage in Sarajevo eine Küche für Geflüchtete aufbauen, gemeinsam mit Aktivisten aus anderen Ländern. Da die Grenzen in Bosnien gerade geöffnet sind, kommen dort nun immer mehr Geflüchtete an. Die Stadt hat um Unterstützung gebeten und wir werden versuchen zu helfen. Auch für diesen Einsatz können wir noch Spenden gebrauchen.

Am Ende sprachen wir dann auch noch kurz über unser Vereinslokal, welches in Kürze in Wuppertal Elberfeld in der Wiesenstraße eröffnen wird.

Wir wollen die Ölbergkantine aus dem Stilbruch als Nordstadtkantine wieder auferstehen lassen. Ebenso so sollen Meldepunkte für Rassismus und Abschiebungen installiert werden. Wir wollen uns aber auch in die Stadtteilarbeit einbringen und die Menschen im Stadtteil zusammen bringen und einen Ort schaffen, an dem man ohne Konsumzwang seine Nachbarn und andere Interessierte kennen lernen kann.

Unsere Webseite, mit vielen Informationen über unsere bisherige Arbeit, findet Ihr hier:

www.cars-of-hope.org

Die Crowdfunding Kampagne “Ostern hinter Stacheldraht’ befindet sich hier:

https://www.youcaring.com/osternhinterstacheldraht

Natürlich könnt ihr auch nach wie vor direkt über PayPal spenden an:

carsofhopewtal@gmail.com

Wir bedanken uns bei allen, die unsere Arbeit bisher unterstützt haben. Ohne euch wäre all das nicht möglich. Wir freuen uns über jeden noch so kleinen Betrag, der es uns ermöglicht zu helfen.

 

Das Team von Cars Of Hope

Cars of Hope auf der Balkanroute

Seit einer Woche ist Cars of Hope auch offiziell ein Projekt vom neuen Verein Hopetal e.V. und wir haben vieles vor. Heute wurde der Mietvertrag für ein Vereinslokal unterschrieben. Am 03. April 2018 werden wir in unserem ersten Vereinslokal in der Wiesenstraße in Wuppertal einziehen. Neben den Aktivitäten von Cars of Hope auf der Balkanroute, wird Hopetal e.V. auch einige Projekte in Wuppertal starten.
 
Sarajevo und Lesbos
 
Diesen Monat fliegen 2 Menschen nach Sarajevo (Bosnien), um dort zu helfen eine Küche für Geflüchtete aufzubauen. Die Küche wird am Anfang knapp 100 Geflüchtete mit warmen Mahlzeiten versorgen. Da aber immer mehr Geflüchtete in Bosnien ankommen, wird die Küche so gebaut, das wir sie jederzeit vergrößern können. Die Küche ist ein gemeinsames Projekt mit lokalen Gruppen, Organisationen und Menschen, mit denen wir auf der Balkanroute schon öfter zusammen gearbeitet haben.

Weiterlesen „Cars of Hope auf der Balkanroute“