Notruf: Geflüchtete in Bosnien brauchen eure Unterstützung

Am Montag kamen 2 Cars of Hope Aktivisten zurück aus Bosnien. Sie haben in der kleinen Grenzstadt Velika Kladuša Geflüchtete unterstützt. Aber es mangelt dort an wirklich allem… Am 13. Juni fährt ein Cars of Hope PKW von Wuppertal nach Bosnien, es gibt noch freie Plätze im Auto.

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Wird Velika Kladuša das neue Idomeni?

Cars Of Hope ist erneut im Einsatz, dieses Mal in Bosnien. Zwei Aktivisten sind am Samstag Abend in Velika Kladuša angekommen. Gemeinsam mit zwei Volunteers, die schon länger vor Ort sind, versuchen wir nun die lokale Bevölkerung bei ihrer Hilfe für die Geflüchteten zu unterstützen. 

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Auf nach Bosnien!

Um das Koffer packen mache ich mir am wenigsten Gedanken. Politische Reisen, nicht nur für Cars Of Hope, sind für mich schon fast so etwas wie eine Gewohnheit geworden. Vielmehr bereite ich mich auf anderen Ebenen auf den nächsten Einsatz in Bosnien vor und recherchiere zum Beispiel über die aktuelle Situation in Bosnien, vor allem an der kroatisch-bosnischen Grenze, an die es mich in einigen Tagen verschlagen wird.

Cars Of Hope ist eine selbstorganisierte Hilfsorganisation, die Geflüchtete auf der Balkanroute unterstützt. Seit der Gründung 2015 bin ich dabei und habe keine Sekunde bereut, ganz im Gegenteil. Auch wenn sich die Situation in Europa insgesamt für viele Geflüchtete deutlich verschlimmert hat, konnten wir in den vergangenen Jahren für einzelne Menschen viel bewegen und haben dabei auch viel über uns selbst gelernt.

Cars Of Hope ist nicht zum ersten Mal in Bosnien aktiv, doch aktuell ist die Not dort dringender denn je. Seit Januar 2018 sind mindestens 3000 Menschen nach Bosnien gekommen. Vor allem von Griechenland aus kommen sie über Albanien, wo sie normalerweise nicht registriert werden. Von dort aus reisen sie weiter nach Montenegro und gelangen so nach Bosnien. Die andere Möglichkeit Bosnien zu erreichen ist über Serbien zu reisen. So kommen die meisten Menschen aus Bulgarien an und einige aus Lagern in Serbien, in denen die Lebensbedingungen, wie in vielen anderen europäischen Camps, teilweise katastrophal sind. Auch Polizeigewalt ist für viele Geflüchtete auf der Balkanroute nach wie vor Alltag. An der kroatisch-bosnischen Grenze wollen wir nun für einige Tage unsere Unterstützung einbringen. Dort geht es für die Geflüchteten nämlich nicht mehr weiter, weil Kroatien die Grenzen geschlossen hat.

Mein Mann und ich werden andere, uns bekannte Hilfsorganisationen dabei unterstützen Hilfsgüter zu verteilen und natürlich über die Situation vor Ort berichten.

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Wie viele von euch vielleicht wissen ist für die Moslems gerade Ramadan. Das bedeutet, dass sie von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang nicht essen und trinken. Anschließend wird das dann in Form des Iftar (Fastenbrechen) nachgeholt. Iftar ist für viele Muslime weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es ist eine Zeit, in der man zusammenrückt, Solidarität und Gastfreundschaft zeigt und über sich selbst nachdenkt. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen dort in Bosnien nicht alleine gelassen werden. Wie immer werden wir gemeinsam mit den Geflüchteten arbeiten, um sie optimal und mit Würde unterstützen zu können.

Auch wenn ich weiß, dass mich die Bilder, die ich dort sehen werde, wahrscheinlich wieder nächtelang nicht schlafen lassen werden, bin ich sehr motiviert nach Bosnien zu reisen. Wie immer werden wir euch bei unseren Einsätzen mitnehmen und euch in vielen Fotos und Videos die Situation vor Ort darstellen, so dass ihr selbst einen besseren Eindruck davon bekommt, was in Europa im Namen der Demokratie mit Geflüchteten passiert.  

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Bei unseren Einsätzen brauchen wir wie immer eure Unterstützung. Wie ihr uns helfen könnt?
Das geht ganz einfach. Spendet einen Betrag, den ihr erübrigen könnt an:

Volksbank im Bergischen Land

Kontoinhaber: Hopetal e.V.

IBAN: DE51 3406 0094 0002 9450 87

BIC: VBRSDE33XXX

Ihr könnt außerdem noch über PayPal spenden:

carsofhopewtal@gmail.com

Auf unserer Webseite findet Ihr mehr Infos über unsere Arbeit auf der Balkanroute.  

Wenn ihr kein Geld übrig habt, könnt ihr unsere Beiträge, Artikel, Postings, Tweets und Videos auch in euren sozialen Netzwerken weiter verbreiten. Bestimmt findet sich in eurem Verwandten- und Bekanntenkreis, der eine oder andere, der ein soziales Projekt mit ein paar Euro unterstützen möchte.

Wer sich gern langfristig selbst engagieren möchte, ist bei uns ebenfalls herzlich willkommen. Unsere Strukturen sind darauf angelegt zu wachsen und wer selbst aktiv werden will und einen Teil seiner Zeit in Cars Of Hope investieren will, der kann sich jederzeit bei uns melden.

Wir bedanken uns bei all denen, die uns bisher so toll unterstützt haben. Ohne euch wäre all unsere Arbeit nicht möglich.

Gemeinsam sind wir stark!

Eure Vicky

 

PS: Ein englischer Artikel über unseren bevorstehenden Einsatz wurde von Riot Turtle für das Info-Kollektiv “Enough Is Enough” geschrieben.

 

Aus Alt mach Neu – Wir bauen uns ein Vereinslokal

cof

Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Diesen Satz könnten wir aktuell wohl über unser Vereinslokal in der Wiesenstraße 48 schreiben. Doch trotz aller Anstrengungen und Rückschläge geht es deutlich voran in der Wuppertaler Nordstadt.

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Demut

Nun sind es schon einige Tage, die ich zurück bin aus Lesbos und noch immer sind die Bilder in meinem Kopf so präsent als sei es gestern gewesen. Mein erster Aufenthalt auf Lesbos hat mich nachhaltig geprägt. Ich bin sehr froh, dort gewesen zu sein und dass ich die Chance hatte mir die Situation mit eigenen Augen anzusehen. Es mag pathetisch klingen, wenn ich sage dass sich mein Blick auf die Menschen verändert hat aber so ist es. Ich glaube am schlimmsten für mich ist zu verstehen, wie manche Menschen anderen Menschen gewisse Dinge antun können. Ich verstehe es bis jetzt nicht, aber ich bin ein Stück weit aufgewacht aus meiner heilen Welt. Das bedeutet längst nicht, dass ich nun in jedem etwas Schlechtes vermute, sondern ich sehe klarer. Weiterlesen „Demut“