Auf nach Bosnien!

Um das Koffer packen mache ich mir am wenigsten Gedanken. Politische Reisen, nicht nur für Cars Of Hope, sind für mich schon fast so etwas wie eine Gewohnheit geworden. Vielmehr bereite ich mich auf anderen Ebenen auf den nächsten Einsatz in Bosnien vor und recherchiere zum Beispiel über die aktuelle Situation in Bosnien, vor allem an der kroatisch-bosnischen Grenze, an die es mich in einigen Tagen verschlagen wird.

Cars Of Hope ist eine selbstorganisierte Hilfsorganisation, die Geflüchtete auf der Balkanroute unterstützt. Seit der Gründung 2015 bin ich dabei und habe keine Sekunde bereut, ganz im Gegenteil. Auch wenn sich die Situation in Europa insgesamt für viele Geflüchtete deutlich verschlimmert hat, konnten wir in den vergangenen Jahren für einzelne Menschen viel bewegen und haben dabei auch viel über uns selbst gelernt.

Cars Of Hope ist nicht zum ersten Mal in Bosnien aktiv, doch aktuell ist die Not dort dringender denn je. Seit Januar 2018 sind mindestens 3000 Menschen nach Bosnien gekommen. Vor allem von Griechenland aus kommen sie über Albanien, wo sie normalerweise nicht registriert werden. Von dort aus reisen sie weiter nach Montenegro und gelangen so nach Bosnien. Die andere Möglichkeit Bosnien zu erreichen ist über Serbien zu reisen. So kommen die meisten Menschen aus Bulgarien an und einige aus Lagern in Serbien, in denen die Lebensbedingungen, wie in vielen anderen europäischen Camps, teilweise katastrophal sind. Auch Polizeigewalt ist für viele Geflüchtete auf der Balkanroute nach wie vor Alltag. An der kroatisch-bosnischen Grenze wollen wir nun für einige Tage unsere Unterstützung einbringen. Dort geht es für die Geflüchteten nämlich nicht mehr weiter, weil Kroatien die Grenzen geschlossen hat.

Mein Mann und ich werden andere, uns bekannte Hilfsorganisationen dabei unterstützen Hilfsgüter zu verteilen und natürlich über die Situation vor Ort berichten.

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Wie viele von euch vielleicht wissen ist für die Moslems gerade Ramadan. Das bedeutet, dass sie von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang nicht essen und trinken. Anschließend wird das dann in Form des Iftar (Fastenbrechen) nachgeholt. Iftar ist für viele Muslime weit mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es ist eine Zeit, in der man zusammenrückt, Solidarität und Gastfreundschaft zeigt und über sich selbst nachdenkt. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass die Menschen dort in Bosnien nicht alleine gelassen werden. Wie immer werden wir gemeinsam mit den Geflüchteten arbeiten, um sie optimal und mit Würde unterstützen zu können.

Auch wenn ich weiß, dass mich die Bilder, die ich dort sehen werde, wahrscheinlich wieder nächtelang nicht schlafen lassen werden, bin ich sehr motiviert nach Bosnien zu reisen. Wie immer werden wir euch bei unseren Einsätzen mitnehmen und euch in vielen Fotos und Videos die Situation vor Ort darstellen, so dass ihr selbst einen besseren Eindruck davon bekommt, was in Europa im Namen der Demokratie mit Geflüchteten passiert.  

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Bei unseren Einsätzen brauchen wir wie immer eure Unterstützung. Wie ihr uns helfen könnt?
Das geht ganz einfach. Spendet einen Betrag, den ihr erübrigen könnt an:

Volksbank im Bergischen Land

Kontoinhaber: Hopetal e.V.

IBAN: DE51 3406 0094 0002 9450 87

BIC: VBRSDE33XXX

Ihr könnt außerdem noch über PayPal spenden:

carsofhopewtal@gmail.com

Auf unserer Webseite findet Ihr mehr Infos über unsere Arbeit auf der Balkanroute.  

Wenn ihr kein Geld übrig habt, könnt ihr unsere Beiträge, Artikel, Postings, Tweets und Videos auch in euren sozialen Netzwerken weiter verbreiten. Bestimmt findet sich in eurem Verwandten- und Bekanntenkreis, der eine oder andere, der ein soziales Projekt mit ein paar Euro unterstützen möchte.

Wer sich gern langfristig selbst engagieren möchte, ist bei uns ebenfalls herzlich willkommen. Unsere Strukturen sind darauf angelegt zu wachsen und wer selbst aktiv werden will und einen Teil seiner Zeit in Cars Of Hope investieren will, der kann sich jederzeit bei uns melden.

Wir bedanken uns bei all denen, die uns bisher so toll unterstützt haben. Ohne euch wäre all unsere Arbeit nicht möglich.

Gemeinsam sind wir stark!

Eure Vicky

 

PS: Ein englischer Artikel über unseren bevorstehenden Einsatz wurde von Riot Turtle für das Info-Kollektiv “Enough Is Enough” geschrieben.

 

Aus Alt mach Neu – Wir bauen uns ein Vereinslokal

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Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.

Diesen Satz könnten wir aktuell wohl über unser Vereinslokal in der Wiesenstraße 48 schreiben. Doch trotz aller Anstrengungen und Rückschläge geht es deutlich voran in der Wuppertaler Nordstadt.

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„Die Zustände in Moria sind für mich beschämend.“

Steffen ist zum ersten Mal für Cars Of Hope im Einsatz und hat nun seine Familie und Freunde um Hilfe gebeten. Dafür hat er einen Text verfasst, der unsere Arbeit und die Lage auf Lesbos und speziell in Moria so gut beschreibt, dass wir ihn nun auch hier veröffentlichen wollen.

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#Wuppertal: We’ll come united: Meeting!

Einladung zum zweiten Wuppertaler Planungs- und Organisationstreffen am Donnerstag den 13. Juli, 19:30 Uhr im Café Ada, Wiesenstraße 6 in Wuppertal. Wir möchten alle Menschen, die mit und für Geflüchtete und Neu-WuppertalerInnen aktive sind, zu einem zweiten Planungs- und Organisationstreffen am Donnerstag, den 13. Juli ins Café ADA einladen. Bei einem ersten Treffen hatten sich mehrere Aktive am 16. Juni getroffen, um über einen Wuppertaler Beitrag zu den Aktionstagen der bundesweiten Kampagne „We‘ll come United“ zu sprechen. Ab dem 2. September soll mit verschiedenen Aktionen und Aktivitäten zum 2. Jahrestag des „Sommers der Migration 2015“ vor der Bundestagswahl Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung genommen werden. Die „We‘ll come United“-Aktionstage sollen mit einer großen Demonstration/ Parade in Berlin eine Woche vor der Wahl abgeschlossen werden.

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بيان صحفي 29 نوفمبر 2016 سيارات الأمل المجموعة: اللاجئون الدعم في اليونان

لا تزال هناك محنة للاجئين في اليونان والآن هي أكبر
منذ أكثر من عام تدعم مجموعة سيارات الأمل اللاجئين على طول ما يسمى „طريق البلقان“ وخاصة في اليونانفي آخر فترة وقبلها في كل من النمسا سلوفينيا كرواتيا صربيا وهنغاريا ، ومنذ إغلاق الحدود وطرد اللاجئين من مخيم ايدوميني لم يلقى اللاجئين الإهتمام من قبل الصحافة وأصبح وضعهم أسوء
جمعية اهلا وسهلا في كورينبيرغ تقوم برعاية عمل مجموعة سيارات الأمل
المتحدث باسم سيارات الأمل رينيه شولينبورغ قال: من ١٧ إلى ٢٢ تشرين الثاني قمنا بتوزيع الوجبات مع الشاي الساخن والأغطية على اللاجئين واليونانيين المتشردين في مدينة سالونيكي وذلك بالتعاون مع جمعية “ مطبخ روح الطعام“ وما قمنا به لم يكن ك النزهة ، عائلات لاجئة مع أطفالهم يعيشون في الشوارع و الحدائق العامة في مدينة سالونيكي، وفي الليل تصبح درجات الحرارة منخفضة ، وفي الأسابيع القادمة ستصبح أكثربرودة

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21. & 22. Oktober Rafik Alwary, Murder Eyez, Street & StR (Heads Connected) auf #RefugeesGR Benefiz in #Wuppertal النص العربي أدناه

النص العربي أدناه

Cars of Hope Veranstaltungen in Wuppertal: Die Situation der Geflüchtete in Griechenland, am 20. Oktober – Mit Konzert von der Syrische Pianist Rafik Alwary, am 21. Oktober mit dem syrischen Rapper Murder Eyez, Street & StR (Heads Connected). Stussy fällt leider Krankheitsbedingt aus, aber für einen adequaten Ersatz wird gesorgt.

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Cars of Hope #Wuppertal: Info- und Benefiz Veranstaltungen am 20. und 21. Oktober

Die Situation der Geflüchtete in Griechenland – Mit Konzert von der Syrische Pianist Rafik Alwary, dem syrischen Rapper Murder Eyez, StR & Stussy (Beide Heads Connected).

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#RefugeesGR Spendenaufruf und Video-Interview mit eine Geflüchtete in #Idomeni

Ab dem 29. April sind wir wieder in Idomeni.

Viele Menschen haben unsere Fahrt auf der Balkanroute nach Slowenien, Kroatien und Serbien letztes Jahr durch ihre Spenden ermöglicht. Dadurch konnten wir viele Geflüchtete unterstützen. Dieses Jahr waren wir zweimal in Idomeni, um Menschen zu helfen, die sich auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung befinden. Auch dieses Jahr gab es viele Menschen, die unsere Arbeit mit den Geflüchteten durch ihre Spenden unterstützt haben. Dafür wollen wir uns auf diesem Weg noch einmal herzlich bedanken.

Am 29. April werden wir erneut nach Griechenland aufbrechen, um dort Geflüchtete zu unterstützen. Wir werden wieder Lebensmittel, Hygieneartikel und SIM Karten an Geflüchtete in Idomeni verteilen. Sollte das Camp in Idomeni vorher geräumt werden, wovon wir derzeit jedoch nicht ausgehen, werden wir uns in einem der offiziellen Lager in Griechenland einbringen und andere Helfer vor Ort unterstützen. Auch weiterhin benötigen wir dringend eure Spenden, damit wir unsere Arbeit fortführen können. Da wir vor Ort Lebensmittel, Hygieneartikel und SIM Karten für die Geflüchteten einkaufen, bitten wir euch, unsere Arbeit vor allem durch Geldspenden zu unterstützen. Ihr könnt dies tun, indem ihr euch an unserer Crowdfunding-Kampagne beteiligt.

Vielen Dank!

Die Crowdfunding findet ihr auf https://www.youcaring.com/carsofhopegreece

Oder Klick auf den Banner:

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Ihr könnt uns auch durch eine Überweisung auf unser Spendenkonto unterstützen:
Kontoinhaber: Sozialtal e.V.
Iban: DE80 3305 0000 0000 6968 49
Bic: WUPSDE33XXX
Verwendungszweck: Cars Of Hope

Offener Brief: Menschen aus #Idomeni in #Wuppertal aufnehmen!

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“Als alte und neue BürgerInnen von Wuppertal fordern wir den Stadtrat auf, zu beschließen, dass Wuppertal sich bereit erklärt, ein angemessenes Kontingent von Flüchtlingen aus Griechenland aufzunehmen!” Offener Brief von w2wtal und Cars of Hope Wuppertal an den Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal und an die im Wuppertaler Stadtrat vertretenen Parteien.

Angesichts der stagnierenden, menschenunwürdigen Situation im Flüchtlingscamp an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni und der Ignoranz der deutschen Politik gegenüber dem Schicksal von Frauen, Männern und Kindern, die oft zu ihren Angehörigen wollen die bereits in Deutschland leben, wollen wir einen neuen Anlauf nehmen, den mittlerweile fast ausschließlich von Rassisten und Rechten beherrschten Diskurs zurück zu gewinnen.

Dafür wollen wir auf der Ebene ansetzen, auf der unserer Meinung nach noch am ehesten diskutiert werden kann: Dem lokalen Umfeld. Zumindest in einigen Städten und Kreisen (z.B. auch in Wuppertal) erleben Menschen täglich, dass im vorigen Jahr geschaffene Kapazitäten zur Aufnahme geflüchteter Menschen inzwischen ungenutzt sind und dass neu gewonnene Freunde und Freundinnen verzweifelt auf die Ankunft von PartnerInnen und/oder Verwandten warten, die derzeit in Griechenland festsitzen.

Wir würden uns wünschen, dass möglichst viele deutsche Kommunen dem Beispiel der Regionen Barcelona und Valencia folgen würden, die angeboten haben, Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen. Wir sind davon überzeugt, dass sich Landesregierungen und die Bundesregierung einer Aufforderung durch Kommunen, Menschen aus Idomeni oder anderen griechischen Camps aufzunehmen, nicht entziehen könnten.

Mit unserem Offenen Brief an VertreterInnen der Stadt Wuppertal machen wir einen Anfang. Wir wären froh, wenn Gruppen und Initiativen in anderen Städten unsere Aktion aufgreifen und verstärken könnten. Zumindest kann sie ein Impuls sein, in der öffentlichen Debatte endlich wieder offensiver zu agieren. Wir sind es den Menschen auf der Flucht schuldig. Wenn ihr in eurer Stadt/ eurer Region einen ähnlichen Versuch machen wollt und dabei Unterstützung benötigt, lasst es uns wissen.

Auch in Wuppertal benötigen wir Unterstützung durch möglichst viele Gruppen, Verbände, Parteien, Initiativen und Einzelpersonen, die unseren Offenen Brief mitzeichnen. Je mehr Unterstützung unser Anliegen von den Menschen der Stadt bekommt, desto größer sind die Chancen auf einen Erfolg.

Wer uns und unsere Forderung unterstützen möchte, kann uns eine Nachricht per E-Mail zukommen lassen: mitzeichnen@w2wtal.org.

Hier ist unser Offener Brief im Wortlaut: 

Flüchtlinge aus Idomeni aufnehmen!

Offener Brief von w2wtal und Cars of Hope Wuppertal an den Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal und an die im Wuppertaler Stadtrat vertretenen Parteien.

Seit die «Visegrad»-Staaten sowie Mazedonien und Österreich beschlossen haben, keine Flüchtenden mehr nach Europa zu lassen, stecken tausende Menschen im griechisch/mazedonischen Grenzort Idomeni fest. Die Grenze ist mit Zäunen und NATO-Draht gesichert und wird Tag und Nacht von Grenzsoldaten überwacht. Nachdem es in den letzten Wochen immer wieder Berichte von brutaler Gewalt gegen Flüchtende gab, kam es am Sonntag, den 10.April bei einem Versuch hunderter Menschen, die Grenze zu überwinden, zu einem kriegsähnlichen Einsatz. Hunderte wurden durch Tränengasbeschuss, Schockgranaten und Gummigeschosse verletzt, darunter auch viele Frauen und Kinder.

Die in Griechenland ankommenden Flüchtlinge werden von vielen PolitikerInnen und Medien inzwischen nur noch als «illegale Einwanderer» bezeichnet. Aber sie sind – ebenso wie die Flüchtlinge, die bereits hier angekommen sind – vor dem syrischen Assad-Regime oder dem so genannten Islamischen Staat im Irak und Syrien geflüchtet, vor den Taliban in Afghanistan oder vor Terror, tödlichen Machtkämpfen, Hunger und Perspektivlosigkeit in Afrika. Diese «illegalen Einwanderer» sind mitunter die Angehörigen von denen, die es aufgrund günstigerer Bedingungen hierhin geschafft und zum Teil bereits einen Aufenthaltsstatus in Deutschland haben. Es sind Brüder und Schwestern, Eltern, Ehefrauen und Ehemänner von denen, die noch im September vergangenen Jahres an den Bahnhöfen begrüßt und von zahlreichen spontan entstandenen «Willkommens-Initiativen» in Empfang genommen wurden.

Die Änderung der Sprache bereitete den Paradigmenwechsel vor: Anstelle des Bemühens, für die Flüchtenden einen sicheren Aufenthaltsort zu schaffen, führt die EU jetzt selber Krieg gegen die Menschen, die der Gewalt entrinnen wollen. Das Leiden der in Idomeni Festsitzenden einerseits und das geforderte «Aushalten» der Bilder aus dem Flüchtlingscamp andererseits dienen nur einem Zweck: Abschreckung. Wir – selbstorganisierte Geflüchtete und Initiativen von UnterstützerInnen – ertragen diesen Zustand nicht länger.

Wir begreifen nicht, warum die Menschen dort unter unwürdigen Bedingungen in Zelten und unter Planen schlafen, während in Deutschland Aufnahmeeinrichtungen leer stehen. Wir erleben, dass die in aller Eile und zum Teil mit beeindruckendem Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen in den Kommunen geschaffenen Aufnahmestrukturen mittlerweile zunehmend brach liegen. SozialarbeiterInnen und Sicherheitsdienste in den Erstaufnahmeeinrichtungen verlieren allmählich ihre Aufgaben. Es geht also nicht um die Frage, ob die Aufnahme weiterer Menschen zu bewerkstelligen ist – sondern nur um die Bereitschaft zu einer politischen Entscheidung: Nämlich, dass Flüchtlinge in Deutschland weiterhin Schutz bekommen können.

Dies sollte, angesichts der deutschen Geschichte, aber auch angesichts internationaler und völkerrechtlicher Verpflichtungen und Standards (Genfer Flüchtlingskonvention, Europäische Menschenrechtskonvention) eigentlich selbstverständlich sein. Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass Menschen und ihre allgemeinen Rechte inzwischen zur politischen Verhandlungsmasse geworden sind. Wir erleben, dass europäische PolitikerInnen sich zunehmend die Position rechter und rechtspopulistischer Parteien zueigen machen, und universale Menschenrechte schlicht bestreiten.

Gerade deshalb halten wir an dem Recht auf Schutz fest. Zudem wird Integration und wirkliches «Ankommen» der bereits hier Seienden nicht gelingen, solange ihre Familie, ihre Freunde und Nachbarinnen auf der Flucht von Hunger, Kälte, Krankheit und Tod bedroht sind.

In Abstimmung mit dem Bund können die Bundesländer beschließen, Flüchtlinge aus anderen Ländern aus humanitären Gründen aufzunehmen. In der aktuellen Situation in Europa und der Welt ist das nicht nur möglich, sondern ein moralischer Imperativ.

Als alte und neue BürgerInnen von Wuppertal fordern wir den Stadtrat auf, zu beschließen, dass Wuppertal sich bereit erklärt, ein angemessenes Kontingent von Flüchtlingen aus Griechenland aufzunehmen. Prioritär berücksichtigt werden sollen dabei neben Menschen mit Krankheiten und Behinderungen, Familien mit Kindern und Schwangeren vor allem diejenigen, deren Angehörige bereits hier leben – gleich ob als Asylsuchende oder mit Aufenthaltserlaubnis. Wir fordern die Stadtspitze auf, umgehend mit dem Innenministerium des Landes NRW in Kontakt zu treten und sich für eine solche humanitäre Lösung einzusetzen.

Download: Offener Brief als pdf-Dokument zum Ausdrucken und Verschicken

Wer uns und unsere Forderung unterstützen möchte, kann uns eine Nachricht per E-Mail zukommen lassen: mitzeichnen@w2wtal.org.

English:

Open Letter: Let people from Idomeni come to Wuppertal!

“As old and new citizens of Wuppertal we ask the City Council to decide that Wuppertal agrees to take an adequate contingent of refugees from Greece!” Open letter from w2wtal and Cars of Hope Wuppertal to the mayor of Wuppertal and to the represented parties in the Wuppertal City Council.


Given the stagnant, inhuman situation in the refugee camp on the Greek-Macedonian border in Idomeni and the ignorance of German policy towards the plight of women, men and children who often want to be with their families who live in Germany, we want to make a fresh start to win back the discourse which is now almost exclusively dominated by racists and right-wing people.

For this we want to start at the level on which this can be discussed most likely in our opinion: the local contexts. At least in some cities and counties (eg in Wuppertal) people experience daily that capacities for refugees, which were created last year are now unused and that newfound friends are desperately waiting for the arrival of partners and / or relatives who are currently stuck in Greece.

We would hope that many German municipalities would follow the example of the regions of Barcelona and Valencia, who have offered to resettle refugees from Greece. We are convinced that the state governments and the federal government could not escape a request by local authorities, to take people from Idomeni or other Greek camps.

With our open letter to the representatives of the city of Wuppertal, we make a start. We would be happy if groups and initiatives in other cities could take up and intensify our action. At least it may be a pulse to act offensively in the public debate at last. We have to do it for the refugees. If you want to make a similar attempt in your town / your region and if you need support, let us know.

In Wuppertal, we need the support of as many groups, associations, political parties, initiatives and individuals who co-sign our open letter. The more support our cause gets from the people of the city, the greater the chances of success.

Everybody who wants to support us and our requirement, can leave us a message by an e-mail: mitzeichnen@w2wtal.org.

Here our open letter is in full text:

Save the refugees from Idomeni!

Open letter from w2wtal and Cars of Hope Wuppertal to the mayor of Wuppertal and to the represented parties in the Wuppertal City Council.

Since the „Visegrad“ countries with Macedonia and Austria decided not to admit more refugees to Europe, thousands of people got stuck at the Greek/Macedonian border in Idomeni. The border is secured with fences and razor wire and it is monitored by border guards day and night. Some reports about brutal violence against people got public during the last weeks, and on Sunday, 10th of April we witnessed a war-like situation during an attempt of hundreds of refugees to cross the border. Hundreds were injured by fired tear gas, shock grenades and rubber bullets, among them many women and children.

Meanwhile many politicians and media are describing the refugees who arrive in Greece as «illegal immigrants». But, as well as refugees who have already arrived here, all of them fled from the Syrian Assad regime or the so-called Islamic State in Iraq and Syria, from the Taliban in Afghanistan or from terror, deadly conflicts, hunger and hopelessness in Africa. These «illegal immigrants» often are relatives of those who have managed to arrive here due to more favorable conditions and who already got a residence permit in Germany sometimes. They are brothers and sisters, parents, wives and husbands of those who were greeted at the railway stations last September and who were warmly welcomed by numerous spontaneous «welcome initiatives».

The change in language paved the road for a changing of paradigm: Instead of making an efford to provide a safe location for the refugees, the EU itself now wages a war against the people who want to escape the violence. The suffering of the people in Idomeni on the one hand and the demand to «stand the images» on the other just have one purpose: Deterrence. We – self-organized refugees and initiatives of supporters – can’t stand this situation any longer.

We can’t understand why people have to sleep in tents and under foils in appalling conditions, while there are empty accomodations in Germany. We see more and more empty reception structures that were recently created with impressive commitment of staff and volunteers. Social workers and security services in the accomodations fear to loose their jobs. So the question is not whether the admission of more people is possible – but only if there is a political will to decide that refugees still get protection in Germany.

In light of the German history, and also in view of international and international obligations and standards (Geneva Refugees Convention, European Convention on Human Rights) this ought to be self-evident. But we have to recognize that people and their rights have become political bargaining chips. We see European politicians more and more asuming the position of extrem right and right-wing populist parties and simply denying universal human rights.

Just because of that we maintain the right to protection. In addition, integration of the people who are already came here won’t succeed as long as their family, friends and neighbors are threatened by hunger, cold, illness and death. The German federal states have the legal possibility to decide to save refugees from other countries on a humanitarian basis in coordination with the federal government. In view of the current European and worldwide situation, this isn’t only a possibility but a moral imperative.

As old and new citizens of Wuppertal we ask the City Council to decide that Wuppertal agrees to take an adequate contingent of refugees from Greece. Priority should be given to people with diseases and handicaps, and especially to those who have relatives living here as asylum seekers or with residence permit. We call on the head of the municipality to contact the Ministry of Interior immediately and to work for a humanitarian solution.

Download: Our Open Letter (English) to print or send as a pdf-file

Everybody who wants to support us and our requirement, can leave us a message by an e-mail: mitzeichnen@w2wtal.org.


Cars of Hope Spendenkampagne

Ab den 29. April ist Cars of Hope wieder in Idomeni. Wer uns dabei Unterstützen möchte kann sich gerne an unsere Crowdfunding Kampagne beteiligen: https://www.youcaring.com/carsofhopegreece

 

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Ihr könnt uns auch durch eine Überweisung auf unser Spendenkonto unterstützen:
Kontoinhaber: Sozialtal e.V.
Iban: DE80 3305 0000 0000 6968 49
Bic: WUPSDE33XXX
Verwendungszweck: Cars Of Hope