Griechenland: Katastrophale Bedingungen in offiziellen Unterkünften

Fast 50.000 Flüchtlinge sind in Griechenland gestrandet. Sie harren an der griechisch-mazedonischen Grenze bei Idomeni oder am Hafen von Piräus aus. Staatliche Unterstützung gibt es kaum, die Zustände in den offiziellen Flüchtlingscamps sind oft nicht besser als in Idomeni.

Offizielle UNHCR-Daten sprechen von 46.475 Flüchtlingen, die sich derzeit (Stand 17. April) in Griechenland aufhalten. Für sie gibt es lediglich 31.360 Plätze in offiziellen Flüchtlingslagern, gerade die Lager in der Nähe von Idomeni sind hoffnungslos überfüllt.

Weiterlesen „Griechenland: Katastrophale Bedingungen in offiziellen Unterkünften“

#RefugeesGR Spendenaufruf und Video-Interview mit eine Geflüchtete in #Idomeni

Ab dem 29. April sind wir wieder in Idomeni.

Viele Menschen haben unsere Fahrt auf der Balkanroute nach Slowenien, Kroatien und Serbien letztes Jahr durch ihre Spenden ermöglicht. Dadurch konnten wir viele Geflüchtete unterstützen. Dieses Jahr waren wir zweimal in Idomeni, um Menschen zu helfen, die sich auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung befinden. Auch dieses Jahr gab es viele Menschen, die unsere Arbeit mit den Geflüchteten durch ihre Spenden unterstützt haben. Dafür wollen wir uns auf diesem Weg noch einmal herzlich bedanken.

Am 29. April werden wir erneut nach Griechenland aufbrechen, um dort Geflüchtete zu unterstützen. Wir werden wieder Lebensmittel, Hygieneartikel und SIM Karten an Geflüchtete in Idomeni verteilen. Sollte das Camp in Idomeni vorher geräumt werden, wovon wir derzeit jedoch nicht ausgehen, werden wir uns in einem der offiziellen Lager in Griechenland einbringen und andere Helfer vor Ort unterstützen. Auch weiterhin benötigen wir dringend eure Spenden, damit wir unsere Arbeit fortführen können. Da wir vor Ort Lebensmittel, Hygieneartikel und SIM Karten für die Geflüchteten einkaufen, bitten wir euch, unsere Arbeit vor allem durch Geldspenden zu unterstützen. Ihr könnt dies tun, indem ihr euch an unserer Crowdfunding-Kampagne beteiligt.

Vielen Dank!

Die Crowdfunding findet ihr auf https://www.youcaring.com/carsofhopegreece

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Offener Brief: Menschen aus #Idomeni in #Wuppertal aufnehmen!

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“Als alte und neue BürgerInnen von Wuppertal fordern wir den Stadtrat auf, zu beschließen, dass Wuppertal sich bereit erklärt, ein angemessenes Kontingent von Flüchtlingen aus Griechenland aufzunehmen!” Offener Brief von w2wtal und Cars of Hope Wuppertal an den Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal und an die im Wuppertaler Stadtrat vertretenen Parteien.

Angesichts der stagnierenden, menschenunwürdigen Situation im Flüchtlingscamp an der griechisch-mazedonischen Grenze in Idomeni und der Ignoranz der deutschen Politik gegenüber dem Schicksal von Frauen, Männern und Kindern, die oft zu ihren Angehörigen wollen die bereits in Deutschland leben, wollen wir einen neuen Anlauf nehmen, den mittlerweile fast ausschließlich von Rassisten und Rechten beherrschten Diskurs zurück zu gewinnen.

Dafür wollen wir auf der Ebene ansetzen, auf der unserer Meinung nach noch am ehesten diskutiert werden kann: Dem lokalen Umfeld. Zumindest in einigen Städten und Kreisen (z.B. auch in Wuppertal) erleben Menschen täglich, dass im vorigen Jahr geschaffene Kapazitäten zur Aufnahme geflüchteter Menschen inzwischen ungenutzt sind und dass neu gewonnene Freunde und Freundinnen verzweifelt auf die Ankunft von PartnerInnen und/oder Verwandten warten, die derzeit in Griechenland festsitzen.

Wir würden uns wünschen, dass möglichst viele deutsche Kommunen dem Beispiel der Regionen Barcelona und Valencia folgen würden, die angeboten haben, Flüchtlinge aus Griechenland aufzunehmen. Wir sind davon überzeugt, dass sich Landesregierungen und die Bundesregierung einer Aufforderung durch Kommunen, Menschen aus Idomeni oder anderen griechischen Camps aufzunehmen, nicht entziehen könnten.

Mit unserem Offenen Brief an VertreterInnen der Stadt Wuppertal machen wir einen Anfang. Wir wären froh, wenn Gruppen und Initiativen in anderen Städten unsere Aktion aufgreifen und verstärken könnten. Zumindest kann sie ein Impuls sein, in der öffentlichen Debatte endlich wieder offensiver zu agieren. Wir sind es den Menschen auf der Flucht schuldig. Wenn ihr in eurer Stadt/ eurer Region einen ähnlichen Versuch machen wollt und dabei Unterstützung benötigt, lasst es uns wissen.

Auch in Wuppertal benötigen wir Unterstützung durch möglichst viele Gruppen, Verbände, Parteien, Initiativen und Einzelpersonen, die unseren Offenen Brief mitzeichnen. Je mehr Unterstützung unser Anliegen von den Menschen der Stadt bekommt, desto größer sind die Chancen auf einen Erfolg.

Wer uns und unsere Forderung unterstützen möchte, kann uns eine Nachricht per E-Mail zukommen lassen: mitzeichnen@w2wtal.org.

Hier ist unser Offener Brief im Wortlaut: 

Flüchtlinge aus Idomeni aufnehmen!

Offener Brief von w2wtal und Cars of Hope Wuppertal an den Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal und an die im Wuppertaler Stadtrat vertretenen Parteien.

Seit die «Visegrad»-Staaten sowie Mazedonien und Österreich beschlossen haben, keine Flüchtenden mehr nach Europa zu lassen, stecken tausende Menschen im griechisch/mazedonischen Grenzort Idomeni fest. Die Grenze ist mit Zäunen und NATO-Draht gesichert und wird Tag und Nacht von Grenzsoldaten überwacht. Nachdem es in den letzten Wochen immer wieder Berichte von brutaler Gewalt gegen Flüchtende gab, kam es am Sonntag, den 10.April bei einem Versuch hunderter Menschen, die Grenze zu überwinden, zu einem kriegsähnlichen Einsatz. Hunderte wurden durch Tränengasbeschuss, Schockgranaten und Gummigeschosse verletzt, darunter auch viele Frauen und Kinder.

Die in Griechenland ankommenden Flüchtlinge werden von vielen PolitikerInnen und Medien inzwischen nur noch als «illegale Einwanderer» bezeichnet. Aber sie sind – ebenso wie die Flüchtlinge, die bereits hier angekommen sind – vor dem syrischen Assad-Regime oder dem so genannten Islamischen Staat im Irak und Syrien geflüchtet, vor den Taliban in Afghanistan oder vor Terror, tödlichen Machtkämpfen, Hunger und Perspektivlosigkeit in Afrika. Diese «illegalen Einwanderer» sind mitunter die Angehörigen von denen, die es aufgrund günstigerer Bedingungen hierhin geschafft und zum Teil bereits einen Aufenthaltsstatus in Deutschland haben. Es sind Brüder und Schwestern, Eltern, Ehefrauen und Ehemänner von denen, die noch im September vergangenen Jahres an den Bahnhöfen begrüßt und von zahlreichen spontan entstandenen «Willkommens-Initiativen» in Empfang genommen wurden.

Die Änderung der Sprache bereitete den Paradigmenwechsel vor: Anstelle des Bemühens, für die Flüchtenden einen sicheren Aufenthaltsort zu schaffen, führt die EU jetzt selber Krieg gegen die Menschen, die der Gewalt entrinnen wollen. Das Leiden der in Idomeni Festsitzenden einerseits und das geforderte «Aushalten» der Bilder aus dem Flüchtlingscamp andererseits dienen nur einem Zweck: Abschreckung. Wir – selbstorganisierte Geflüchtete und Initiativen von UnterstützerInnen – ertragen diesen Zustand nicht länger.

Wir begreifen nicht, warum die Menschen dort unter unwürdigen Bedingungen in Zelten und unter Planen schlafen, während in Deutschland Aufnahmeeinrichtungen leer stehen. Wir erleben, dass die in aller Eile und zum Teil mit beeindruckendem Engagement von Haupt- und Ehrenamtlichen in den Kommunen geschaffenen Aufnahmestrukturen mittlerweile zunehmend brach liegen. SozialarbeiterInnen und Sicherheitsdienste in den Erstaufnahmeeinrichtungen verlieren allmählich ihre Aufgaben. Es geht also nicht um die Frage, ob die Aufnahme weiterer Menschen zu bewerkstelligen ist – sondern nur um die Bereitschaft zu einer politischen Entscheidung: Nämlich, dass Flüchtlinge in Deutschland weiterhin Schutz bekommen können.

Dies sollte, angesichts der deutschen Geschichte, aber auch angesichts internationaler und völkerrechtlicher Verpflichtungen und Standards (Genfer Flüchtlingskonvention, Europäische Menschenrechtskonvention) eigentlich selbstverständlich sein. Wir müssen aber zur Kenntnis nehmen, dass Menschen und ihre allgemeinen Rechte inzwischen zur politischen Verhandlungsmasse geworden sind. Wir erleben, dass europäische PolitikerInnen sich zunehmend die Position rechter und rechtspopulistischer Parteien zueigen machen, und universale Menschenrechte schlicht bestreiten.

Gerade deshalb halten wir an dem Recht auf Schutz fest. Zudem wird Integration und wirkliches «Ankommen» der bereits hier Seienden nicht gelingen, solange ihre Familie, ihre Freunde und Nachbarinnen auf der Flucht von Hunger, Kälte, Krankheit und Tod bedroht sind.

In Abstimmung mit dem Bund können die Bundesländer beschließen, Flüchtlinge aus anderen Ländern aus humanitären Gründen aufzunehmen. In der aktuellen Situation in Europa und der Welt ist das nicht nur möglich, sondern ein moralischer Imperativ.

Als alte und neue BürgerInnen von Wuppertal fordern wir den Stadtrat auf, zu beschließen, dass Wuppertal sich bereit erklärt, ein angemessenes Kontingent von Flüchtlingen aus Griechenland aufzunehmen. Prioritär berücksichtigt werden sollen dabei neben Menschen mit Krankheiten und Behinderungen, Familien mit Kindern und Schwangeren vor allem diejenigen, deren Angehörige bereits hier leben – gleich ob als Asylsuchende oder mit Aufenthaltserlaubnis. Wir fordern die Stadtspitze auf, umgehend mit dem Innenministerium des Landes NRW in Kontakt zu treten und sich für eine solche humanitäre Lösung einzusetzen.

Download: Offener Brief als pdf-Dokument zum Ausdrucken und Verschicken

Wer uns und unsere Forderung unterstützen möchte, kann uns eine Nachricht per E-Mail zukommen lassen: mitzeichnen@w2wtal.org.

English:

Open Letter: Let people from Idomeni come to Wuppertal!

“As old and new citizens of Wuppertal we ask the City Council to decide that Wuppertal agrees to take an adequate contingent of refugees from Greece!” Open letter from w2wtal and Cars of Hope Wuppertal to the mayor of Wuppertal and to the represented parties in the Wuppertal City Council.


Given the stagnant, inhuman situation in the refugee camp on the Greek-Macedonian border in Idomeni and the ignorance of German policy towards the plight of women, men and children who often want to be with their families who live in Germany, we want to make a fresh start to win back the discourse which is now almost exclusively dominated by racists and right-wing people.

For this we want to start at the level on which this can be discussed most likely in our opinion: the local contexts. At least in some cities and counties (eg in Wuppertal) people experience daily that capacities for refugees, which were created last year are now unused and that newfound friends are desperately waiting for the arrival of partners and / or relatives who are currently stuck in Greece.

We would hope that many German municipalities would follow the example of the regions of Barcelona and Valencia, who have offered to resettle refugees from Greece. We are convinced that the state governments and the federal government could not escape a request by local authorities, to take people from Idomeni or other Greek camps.

With our open letter to the representatives of the city of Wuppertal, we make a start. We would be happy if groups and initiatives in other cities could take up and intensify our action. At least it may be a pulse to act offensively in the public debate at last. We have to do it for the refugees. If you want to make a similar attempt in your town / your region and if you need support, let us know.

In Wuppertal, we need the support of as many groups, associations, political parties, initiatives and individuals who co-sign our open letter. The more support our cause gets from the people of the city, the greater the chances of success.

Everybody who wants to support us and our requirement, can leave us a message by an e-mail: mitzeichnen@w2wtal.org.

Here our open letter is in full text:

Save the refugees from Idomeni!

Open letter from w2wtal and Cars of Hope Wuppertal to the mayor of Wuppertal and to the represented parties in the Wuppertal City Council.

Since the „Visegrad“ countries with Macedonia and Austria decided not to admit more refugees to Europe, thousands of people got stuck at the Greek/Macedonian border in Idomeni. The border is secured with fences and razor wire and it is monitored by border guards day and night. Some reports about brutal violence against people got public during the last weeks, and on Sunday, 10th of April we witnessed a war-like situation during an attempt of hundreds of refugees to cross the border. Hundreds were injured by fired tear gas, shock grenades and rubber bullets, among them many women and children.

Meanwhile many politicians and media are describing the refugees who arrive in Greece as «illegal immigrants». But, as well as refugees who have already arrived here, all of them fled from the Syrian Assad regime or the so-called Islamic State in Iraq and Syria, from the Taliban in Afghanistan or from terror, deadly conflicts, hunger and hopelessness in Africa. These «illegal immigrants» often are relatives of those who have managed to arrive here due to more favorable conditions and who already got a residence permit in Germany sometimes. They are brothers and sisters, parents, wives and husbands of those who were greeted at the railway stations last September and who were warmly welcomed by numerous spontaneous «welcome initiatives».

The change in language paved the road for a changing of paradigm: Instead of making an efford to provide a safe location for the refugees, the EU itself now wages a war against the people who want to escape the violence. The suffering of the people in Idomeni on the one hand and the demand to «stand the images» on the other just have one purpose: Deterrence. We – self-organized refugees and initiatives of supporters – can’t stand this situation any longer.

We can’t understand why people have to sleep in tents and under foils in appalling conditions, while there are empty accomodations in Germany. We see more and more empty reception structures that were recently created with impressive commitment of staff and volunteers. Social workers and security services in the accomodations fear to loose their jobs. So the question is not whether the admission of more people is possible – but only if there is a political will to decide that refugees still get protection in Germany.

In light of the German history, and also in view of international and international obligations and standards (Geneva Refugees Convention, European Convention on Human Rights) this ought to be self-evident. But we have to recognize that people and their rights have become political bargaining chips. We see European politicians more and more asuming the position of extrem right and right-wing populist parties and simply denying universal human rights.

Just because of that we maintain the right to protection. In addition, integration of the people who are already came here won’t succeed as long as their family, friends and neighbors are threatened by hunger, cold, illness and death. The German federal states have the legal possibility to decide to save refugees from other countries on a humanitarian basis in coordination with the federal government. In view of the current European and worldwide situation, this isn’t only a possibility but a moral imperative.

As old and new citizens of Wuppertal we ask the City Council to decide that Wuppertal agrees to take an adequate contingent of refugees from Greece. Priority should be given to people with diseases and handicaps, and especially to those who have relatives living here as asylum seekers or with residence permit. We call on the head of the municipality to contact the Ministry of Interior immediately and to work for a humanitarian solution.

Download: Our Open Letter (English) to print or send as a pdf-file

Everybody who wants to support us and our requirement, can leave us a message by an e-mail: mitzeichnen@w2wtal.org.


Cars of Hope Spendenkampagne

Ab den 29. April ist Cars of Hope wieder in Idomeni. Wer uns dabei Unterstützen möchte kann sich gerne an unsere Crowdfunding Kampagne beteiligen: https://www.youcaring.com/carsofhopegreece

 

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Aufruf: Mitfahrer*innen nach #Idomeni gesucht

Hallo liebe Leute,
beim letzten Treff am 12.April, im „Stil Bruch“ Wuppertal dürfte ich „Cars of Hope“ kennen lernen. Nun würde ich gerne mit Euch zusammen ein Stück des Weges gehen…
Mein Plan ist mit meinem Wohnmobil nach Idomeni (bzw da wo zukünftig Bedarf entsteht) zu fahren um mit Euch dort, oder wo anders, zu helfen.

Ich suche ein/e Mitstreiter/in
1. um die Fahrt leichter zu bewältigen.
2. um mich einwenig sicherer zu fühlen.
3. um mehr Freude unterwegs zu haben,
4. Um vorallem dort die Chance zu haben die Erfahrungen nicht alleine zu tragen sowie auch dort mich einwenig sicherer zu fühlen.

Zu meinen Wohnmobil:
Das ist quasi neu!
Es ist ein Brüstner Nexxo 569

Zu mir:
Ich bin relativ gut zeitlich flexibel und kann mich da anpassen. Ich bin 61 Jahre alt und Französin.

Also Wenn 1 oder 2 sorgar, von Euch sich angesprochen fühlt bzw fühlen, ich würde mich freuen!

Geneviève Richarz
Kontakt: Schreib uns eine Nachricht (carsofhopewtal@gmx.de) und wir leiten das dann an Geneviève weiter.

Crowdfunding: Support refugees in Greece:

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Pressemitteilung Cars of Hope #Wuppertal Nr 6, 10. April 2016 #Idomeni #RefugeesGR

Die Fahrt nach Griechenland hat tiefe Spuren hinterlassen. Wir werden weiterhin Geflüchtete in Europa unterstützen. Offenes Treffen am 12. April 2016 und Präsentation am 21. April 2016

Weiterlesen „Pressemitteilung Cars of Hope #Wuppertal Nr 6, 10. April 2016 #Idomeni #RefugeesGR“

Blog: Cars of Hope #Wuppertal in #Idomeni – 02. April 2016

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Heute haben wir Nahrungsmittel in Idomeni verteilt.

Bitte Unterstützt unsere Crowdfunding Kampagne für Geflüchtete in Griechenland:
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Cars of Hope Wuppertal in Idomeni
Griechenland, EU, am 02. April 2016

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English:
Today we distributed food and water in Idomeni

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Cars of Hope Wuppertal in Idomeni
Greece, EU, on April 02, 2016

Cars of Hope #Wuppertal Am Freitag Geht Es Zurück Nach #Idomeni

In der Nacht von Montag auf Dienstag sind wir aus Idomeni zurück gekommen, aber schon am Freitag brechen die ersten wieder nach Griechenland auf. Einige weitere Menschen machen sich am Montag wieder auf dem Weg nach Idomeni.
Wir werden erneut Geflüchtete unterstützen und u.a. Nahrungsmittel, Hygieneartikel und Medikamente an Geflüchtete verteilen.
Ihr könnt uns dabei unterstützen. Dafür könntet ihr zum Beispiel bei unserer Crowdfunding-Kampagne für Geflüchtete in Griechenland mitmachen:
 
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Leider haben wir in Idomeni nicht immer verfügung über Internet, und können aus dem Grund nicht immer Updates aus Idomeni publizieren.
 
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Cars of Hope #Wuppertal in #Idomeni – Tag 2: Hunger in Europa!

Gestern waren wir erneut in Idomeni und an der Tankstelle in Polykastro und haben dort vor allem Wasser, frisches Obst, Salatgurken und Müsliriegel verteilt. Viele Menschen haben richtig Hunger. Sie rupfen überall Unkraut und essen das danach. Die Zustände hier sind unfassbar!

Wir haben im vergangen Jahr einiges erlebt. Die Art wie mit Geflüchteten in Ungarn, Kroatien und Slowenien umgegangen wurde, war nicht gerade zimperlich. Wir mussten schon damals (in 2015) feststellen, dass Polizeigewalt wie jetzt in Mazedonien auch dort statt fand.

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Viele der Geflüchtete sprachen uns gestern beim Verteilen von Essen und Getränken an und konnten gar nicht glauben, dass Europa sie jetzt im Stich lässt. Viele harren schon seit Wochen in Idomeni aus. Journalisten sagten uns, dass sie in den neuen „offiziellen“  Camps in Griechenland gewesen sind und dass die Geflüchteten dort genau so unterversorgt sind wie in Idomeni. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied: Um die neuen Camps stehen große Zäune und die Menschen sind dort oft eingesperrt. Die totale Unterversorgung und die Zäune um die neuen Camps sind nur zwei der Gründe, warum viele Geflüchtete nicht in Griechenland bleiben wollen. Sie möchten nach wie vor nach Nord-Europa weiter reisen.

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Es ist auch kein Wunder, dass viele Geflüchtete in Griechenland unterversorgt sind. Das Land leidet nach wie vor unter der EU-Sparpolitik und die Wirtschaft steckt immer noch in einer tiefen Krise.

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Auch Heute werden wir uns wieder nach Idomeni und Polykastro begeben und dort erneut Wasser und Nahrungsmittel verteilen. 

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Cars of Hope #Wuppertal 20.03.2016: Tag 1 in #Idomeni

Heute sind wir in Idomeni angekommen. Kurz davor haben wir in einer Tankstelle in Polykastro angehalten. Diese Tankstelle liegt auf der E75, etwa 20 Kilometer vor Idomeni. Auf dem Gelände der Tankstelle leben viele Geflüchtete in Zelten unter sehr harten Bedingungen.

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Als wir schließlich in Idomeni ankamen, waren alle aus unserer Gruppe zunächst sehr still. Die Zustände dort sind katastrophal und wir mussten die Eindrücke erstmal verarbeiten. Das Camp grenzt direkt an den Grenzzaun zu Mazedonien (FYROM). Hinter dem Zaun hat die mazedonische (FYROM) Armee ein martialisches Aufgebot aufgefahren, inklusive mehrerer gepanzerter Fahrzeuge. Hubschrauber kreisen permanent über den Köpfen der gefüchteten Menschen. Ein eiskaltes Europa nimmt die Menschen hier in Empfang.

 

Im Camp ist eine Struktur entstanden, wo neben freiwilligen Helfer*Innen auch einige NGOs wie z.B. Ärzte Ohne Grenzen aktiv sind. Heute waren ihre Ärzte u.a. damit beschäftigt, eine Gruppe von Geflüchteten zu behandeln, die gestern Abend versucht hatte, über die Griechisch/Mazedonische (FYROM) Grenze zu gelangen. Dabei wurden die Geflüchteten festgenommen, zu einem leeren Gebäude verschleppt und dort über mehrere Stunden festgehalten. Die Mazedonische (FYROM) Polizei hat die Geflüchteten dort mit Eisenstangen misshandelt und danach illegal zurück nach Griechenland abgeschoben. Ärzte Ohne Grenze sagen, dass sie bei der Erstdiagnose mehrere Knochenbrüche bei den Geflüchtete feststellen konnten. Willkommen in Europa!

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Im Camp haben freiwillige Helfer*innen einiges auf die Beine gestellt. Es gibt dort u.a. ein Teeausgabe-Zelt, einen unabhängigen Infopoint und es werden jeden Tag über 10.000 Mahlzeiten gekocht und verteilt. Auch eine mobile Ladestation für Handys wurde eingerichtet.

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In dem enorm großen Camp leben über 10.000 Geflüchete. Wir werden dort morgen, am 21. März 2016, an einer weiteren Stelle eine mobile Ladestation aufbauen und Getränke und Essen an Geflüchtete verteilen.

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